Mit DIR überspring ich Mauern ...
Liebe Christinnen und Christen!
Mit DIR überspring ich Mauern, mit DIR schwimm ich gegen den Strom. Mit DIR wag ich einen Anfang. Mit DIR mach ich mich auf den Weg!
Das ist der Refrain eines Liedes, das Zuversicht ausstrahlt und Vertrauen in das große DU, in Gott und seine Kraft in unserem Leben. Seine Kraft in der Welt, in uns – wir sprechen dabei auch vom „Heiligen Geist“.
Bei meinem letzten Vorwort für Homepage und Pfarrbrief schrieb ich von den Gaben von Gottes Geist, die man beim Bogenschießen ablesen kann. Inspiriert vom Lied und auch auf Grund eigener Erfahrungen möchte ich dazulegen: Es kann eine Gabe des Geistes sein, eine Mauer überspringen, eine Grenze überwinden zu können. Der Mut, wichtige Schritte im Leben zu gehen, ist eine Gabe von Gottes Geist.
Einige „Mauer-Überspring-Erfahrungen“ sind mir auch in der Vorbereitung auf die Firmung untergekommen! Zum Beispiel der Mut, den jemand an den Tag legte, trotz Höhenangst am Kletterworkshop mitzumachen. Oder das Wagnis einzugehen, ein paar Tage nach Taizé zu fahren – ohne noch so recht zu wissen, wer und was einen da erwartet. Oder wie zwischen Jugendlichen, die sich kaum kennen, doch Gespräche entstehen, eine Gruppe wächst und das Vertrauen, das vielleicht die Grenze der Reserviertheit überwindet.
Die Erfahrung von Gottes Wirken, Gottes Kraft in und für uns kann jeder zu jeder Zeit des Lebens machen. Das Sakrament der Firmung, das am 17. und 18.11. rund 100 junge Menschen in unserer Seelsorgeeinheit empfangen werden, ist ein besonderer und in sich wirksamer Moment, ein Kraftspender. Gleichzeitig ist es die Zusage und das Versprechen, das Gottes Geist lebenslang in uns Christinnen und Christen wirkt.
Gottes Kraft wirkt auch am Ende unseres Lebens. Der November erinnert mehrfach daran, durch die Gräberbesuche, durch die Fest- und Gedenktage. Gott reißt für uns die Mauern und Grenzen des Todes ein und führt uns zu neuem Leben. Davon spricht auch der Christkönigsonntag, der letzte Sonntag unseres Kirchenjahres. Auch wenn unsere Welt zu einem Ende kommt gibt es doch ein Ziel, das Omega, der dreifaltige Gott, in dem alles aufgefangen ist.
Ich wünsche Ihnen inSPIRIerende Erfahrungen mit Gottes Kraft, an vielen Momenten ihres Lebens!PRef. Gernot Hödl
