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Für kranke Menschen da sein

Firmanden besuchen Krankenhausseelsorger in Heidelberg

Am 29.05.2018 traf sich eine kleine Gruppe Firmanden vor der Thorax Klinik in Heidelberg, um dort etwas über die Klinikseelsorge und das Leben im Krankenhaus zu erfahren. Heinrich Müller, ehemaliger Pastoralreferent in unserer Seelsorgeeinheit, und sein Kollege Klinikpfarrer Klaus Tonka, berichteten über ihre Arbeit mit und ihr Dasein für die Menschen in den Kliniken.

Heinrich Müller, ehemaliger Pastoralreferent in unserer Seelsorgeeinheit, und sein Kollege Klinikpfarrer Klaus Tonka begrüßten uns herzlich und gaben uns zunächst eine kleine Führung durch die Klinik. Anschließend erzählten sie uns von ihrem Alltag als Klinikseelsorger, fragten uns nach eigenen Erfahrungen als Besucher oder Patienten im Krankenhaus und sprachen darüber, welch unterschiedlichen Bedürfnisse die Patienten im Bereich der Seelsorge oft haben. Die einen möchten ganz intensiv über „das Ende“ ihrer Zeit auf der Erde und Gott sprechen, die anderen brauchen einfach nur jemanden, der mit ihnen gemeinsam da sitzt und eine Sendung in Fernsehen anschaut. Die Aufgabe der Seelsorger ist es dann, für die Menschen da zu sein, Fragen gemeinsam zu erschließen und oftmals auch einfach ein offenes Ohr für Ängste und Wünsche zu haben. Herr Müller und Herr Tonka erklärten uns auch, dass es oftmals nicht leicht ist, als Seelsorger auf die Ängste und Gedanken der Patienten über ihr Leben und den Tod passend einzugehen. Heinrich Müller erzählte, dass er es vor allem bei Zweifel und Verzweiflung der Patienten über Gott oder ihr bisheriges Leben wichtig findet, mit den Patienten über einen liebenden Gott, der jeden Menschen in guten und schlechten Phasen des Lebens begleitet, zu sprechen.

Anschließend an diese Einführung über das Arbeiten als Klinikseelsorger und das Leben im Krankenhaus führte uns Herr Tonka stolz in die zur Thoraxklinik gehörende Kapelle, die 2001 stark gebrannt hat, seitdem aber restauriert und immer weiter modernisiert und verschönert wurde. Er erklärte uns, was die verschiedenen Elemente in der schlicht gehaltenen Kapelle darstellen und aus welchem Grund sich dafür entschieden wurde. Besonders beeindruckend war hierbei eine Statue von Maria und Jesus am Karsamstag, die bereits mehrere tausend Jahre alt ist und schon vor dem Brand in der Kapelle zu sehen war. Die Abbildung ist deutlich mitgenommen und es fehlen einige Teile, die beim Brand zerstört wurden, dennoch entschied sich Pfarrer Tonka, sie zu behalten und wieder in der Kapelle aufzustellen.

Am Ende des Nachmittags wurde uns noch der kleine zur Kapelle gehörende Garten gezeigt, der für persönliche Gespräche oder als Ort der Ruhe und Abgeschiedenheit genutzt werden kann. Nach einem kurzen Feedback an die beiden Seelsorger verabschiedeten wir uns machten uns auf den Rückweg nach Hause.

An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an Herrn Müller und Herrn Tonka für den kleinen Einblick in ihre Arbeit und die Bedeutung des Glaubens in der Klinikseelsorge!

Maria Kraus

 
Firmung.Gezeichnet.Erklärt